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Delphinarien, schwimmen mit Delphinen und Delphintherapie – moderne Formen der Tierausbeutung

Kommerzielle Shows mit Delphinen und Orcas scheinen unbeschwert und spassig, doch die Realität für die Tiere hinter den Kulissen ist hart. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Meeressäuger in Gefangenschaft leiden, da sie ihre biologischen Bedürfnisse nicht ausleben können. Das Leben in kleinen und kahlen Becken verursacht bei den Tieren Stress und Aggressionen, reduziert ihre Lebenserwartung und führt zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen.

In den meisten Delphinarien werden Delphinen Valium und andere Medikamente verabreicht, um anormales und unerwünschtes Verhalten zu verhindern. An männliche Tiere werden auch Steroidhormone abgegeben, um aggressives Verhalten zu verhindern und sie in die Shows integriert werden können.

Das andauernde und monotone Kreisen in einem Betonbecken kann niemals ein akzeptabler Ersatz für ein Leben im Ozean sein. Wale und Delphine sind für ein Leben in Gefangenschaft aufgrund ihrer komplexen biologischen Bedürfnisse ungeeignet. Daran ändert sich auch nichts, wenn man die Tiere mit Bällen und Spielen zu beschäftigen versucht. Delphinshows vermitteln ein völlig verfälschtes Bild der Tiere und ihrem Verhalten und leisten dadurch keinen edukativen Beitrag. Zudem tragen Delphinarien keinen wesentlichen Beitrag an die Erforschung der Delphine noch zu ihrem Schutz in Freiheit bei.

Es wird geschätzt, dass zurzeit weltweit ca. 1000 Delphine in Gefangenschaft gehalten werden. Die meisten davon leben in Zoos, Delphinarien und Wasserparks, einige findet man in Einkaufszentren, Clubs, Hotels und einige werden sogar von Militärs für verschiedene Kriegseinsätze gehalten.

Bilder und Filme von wilden Delphinen, die sich mit Menschen anfreunden und ihnen helfen haben ein verfälschtes Bild der Tiere erzeugt. Leider erinnert uns die Form der Schnauze der Delphine an ein Lächeln und lässt und denken, sie seien gesund und glücklich. Viele von ihnen leiden jedoch und sind gestresst, einige werden sogar aggressiv.

Folgen der Gefangenschaft

Die Lebensbedingungen in Gefangenschaft können die physische und psychische Gesundheit der Tiere ernsthaft beeinträchtigen.

Die künstlichen Bedingungen in Gefangenschaft umfassen kleine Becken, übermässiges künstliches Licht und Lärm. Das Wasser in den Becken unterscheidet sich vom Meerwasser, denn es wird aus Süsswasser hergestellt, dem man Salz und Chemikalien beimischt. In einigen Einrichtungen kommt es zu Mikroben- und Algenbildung, weiteren Wasserverunreinigungen und einem chemischen Ungleichgewicht, was die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen kann. Den Delphinen wird gefrorener Fisch verabreicht, was nicht ihrer natürlichen Nahrung entspricht. Gefrorener Fisch enthält wenig Nährstoffe und so müssen den Tieren zusätzlich Vitamine verabreicht werden. Nicht selten tritt bei den Delphinen Dehydrierung auf, da gefrorener Fisch wenig Wasser enthält und so muss den Tieren Flüssigkeit künstlich mittels Wasserinjektionen in den gefrorenen Fisch oder in Gallertblöcken zugeführt werden.

Delphine nutzen einen hochentwickelten akustischen Ortungssinn, um ihre Umgebung zu erkunden, Beutetiere aufzuspüren oder zu kommunizieren. In Gefangenschaft setzen sie diesen selten ein, da es in den leeren Becken nichts zu entdecken gibt. In Gefangenschaft schränken Delphine ihre Lautäusserungen ein (sie äussern oft nur noch jene Laute, die ihnen für die Shows beigebracht wurden) und verlassen sich mehr auf ihre visuelle Orientierung. Lärm (z.B. von den Filteranlagen) und die von den Beckenwänden zurückgeworfenen Ortungslaute der Tiere können ihr Gehör beeinträchtigen. Aus diesem Grund sind bereits einige Wale und Delphine in Gefangenschaft mit Beckenwänden kollidiert, haben sich dabei verletzt oder wurden durch die Wucht des Aufpralls gar getötet.

Die karge Umgebung in Gefangenschaft führt dazu, dass die Tiere gelangweilt sind. Die natürliche Vielfalt an Umgebungsreizen fehlt und es gibt keine Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Tiere sind gestresst und dadurch anfälliger für Krankheiten, weshalb ihnen regelmässig Medikamente verabreicht werden müssen.

In Freiheit leben Delphine in Gruppen von 15 bis 60 Individuen. Diese sozialen Verbände halten teilweise ein Leben lang und insbesondere zwischen Muttertieren und ihren Nachkommen besteht eine enge Verbindung. Delphine kooperieren bei der Suche nach Nahrung und helfen einander, wenn sie in Not geraten. In Gefangenschaft werden Delphine von verschiedenen Orten zusammengeführt, es entstehen künstliche soziale Gruppen ohne natürliche Hierarchie. Dieser soziale Stress kann zu Sozialisierungsproblemen, aggressivem Verhalten und Kämpfen untereinander führen. Um die Tiere ruhig zu halten, werden ihnen teilweise Beruhigungsmittel oder Hormone verabreicht.

Freilebende Delphine sind sehr aktive Tiere, sie schwimmen 95 bis 160 Kilometer pro Tag und können eine Geschwindigkeit bis 45km/h, Orcas sogar bis zu 56km/h erreichen. Sie tauchen einige Dutzend Meter tief und verbringen nur gerade 15% ihrer Zeit an der Meeresoberfläche. Sie schwimmen sogar wenn sie schlafen, sind aber trotzdem immer wachsam. Man kann sich gut vorstellen, wie die Tiere in den kleinen, seichten und kargen Becken in Gefangenschaft leiden.

Einige gefangene Delphine zeigen stereotypes Verhalten. Es handelt sich dabei um Verhaltensweisen, die wiederholt auftreten und keinem ersichtlichen Zweck dienen. Verbreitete Stereotypien bei Delphinen und Orcas beinhalten das endlose Kreisen im Becken und auch, dass die Tiere lange Zeit antriebslos an der Wasseroberfläche liegen. Einige grosse Wale wie Orcas beissen gar in die Gitterstäbe und Wände ihrer Becken oder reiben ihr Kinn an den Beckenwänden, was zu Zahnschäden und sonstigen schweren Verletzungen führen kann.

Der physische Stress und das Leid, dem die Tiere in Gefangenschaft ausgesetzt sind, können zu Magengeschwüren, Neurosen und zu einer allgemein höheren Anfälligkeit für Krankheiten führen.

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Wildfänge

Aufgrund der hohen Sterblichkeit sind Delphine in Gefangenschaft nicht in der Lage genügend Nachkommen für die wachsende Delphinarienindustrie zu zeugen. Aus diesem Grund nehmen die Wildfänge von Delphinen zu. Die wild gefangenen Delphine werden oft in Zwischenzentren gehalten, bevor sie weitertransportiert werden. Auf diese Weise werden gesetzliche Einschränkungen umgangen, die den Import von Wildfängen verbieten.

Wildfänge sind brutal und es gibt keine Studien darüber, ob die Grösse der lokalen Delphinpopulationen eine Entnahme von Gruppenmitgliedern überhaupt erträgt. Die Entnahme eines einzigen Tieres kann den Fortbestand einer ganzen Gruppe und Population gefährden, da Delphine in sehr engen sozialen Strukturen leben. Schock und Stress aufgrund der Hetzjagd auf die Gruppe kann einzelne Tiere töten, zu Fehlgeburten bei tragenden Weibchen führen und Muttertiere dazu veranlassen, ihr Jungtier zu früh zu entwöhnen. Der Stress während der Fangaktion, die Trennung von ihrer Gruppe und die Tatsache, dass die gefangenen Tiere in viel zu kleinen Becken leben müssen, wo sie oft nur im Kreis schwimmen können, lässt sie leiden und schwächt sie. Viele Delphine sterben während den ersten Tagen in Gefangenschaft. Andere sterben durch Verletzungen und Infektionen, die sie während der Gefangenschaft erleiden.

Sogar in Gefangenschaft geborene Delphine verlieren ihre „wilden“ Instinkte nicht, sie leiden genauso in Delphinarien, wie ihre wild gefangenen Artgenossen. Dass sie in Gefangenschaft geboren sind, ist kein Grund, ihnen ihre Rechte als Lebewesen mit großartigen kognitiven Fähigkeiten zu entziehen.

Mortalität

Studien zeigen, dass Delphine in Gefangenschaft eine geringere Lebenserwartung haben als in Freiheit, wo sie ca.50 Jahre alt werden. In Gefangenschaft lebende Delphine weisen eine Sterblichkeitsrate von 60% auf.

Obwohl in Gefangenschaft lebende Delphine oft nicht mehr als 20 Jahre alt werden, gibt es einzelne Tiere mit einer mit ihren frei lebenden Artgenossen vergleichbar langen Lebensspanne. Diese Einzelfälle beweisen im Grunde nur, dass der Stress in Gefangenschaft genauso tödlich ist wie die Gefahren, denen die Tiere in Freiheit ausgesetzt sind wie Feinde, Futtermangel, Parasiten oder Umweltverschmutzung. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Delphine in Gefangenschaft veterinärmedizinisch betreut werden, was bei den Delphinen in Freiheit nicht der Fall ist.

Die Sterblichkeit von gefangenen Orcas ist 2.5 Mal höher als bei ihren frei lebenden Artgenossen. In Freiheit erreichen männliche Tiere bis 70 Jahre, weibliche Orcas werden bis 90 Jahre alt. In Delphinarien jedoch überleben sie ihre Jugendzeit nicht. Orcas können sich nicht an die sozialen und physischen Lebensbedingungen in einem Delphinarium gewöhnen.

Die hauptsächliche Todesursache bei den in Gefangenschaft lebenden Delphinen sind bakterielle Infektionen (z.B. Lungenentzündungen). Andere Ursachen umfassen Ersticken durch Aufnahme von Fremdkörpern, tödliche Attacken von Artgenossen oder selbstzerstörerisches Verhalten sowie Blutvergiftung, Tuberkulose und West-Nil-Fieber.

Die Anzahl in Gefangenschaft lebender Delphine ist schwankend, da Tod und Austausch von Tieren häufig sind. Obwohl die postnatale Mortalität sehr hoch ist, werden Jungtiere, die weniger als ein Jahr alt sind und sterben nicht gezählt. Auf diese Weise wird die eigentliche Anzahl verstorbener Tiere in Delphinarien vor der Öffentlichkeit verborgen.

Arterhaltung

Viele Delphinarien behaupten, dass sie für die Arterhaltung wichtig sind. Doch bislang wurden kaum Forschungsergebnisse an gefangenen Delphinen erzielt, die für den Schutz ihrer wild lebenden Artgenossen von Bedeutung wären. Was tragen Delphinshows zur Arterhaltung bei? Warum übt die Delphinarienindustrie Druck auf die internationale Walfangkommission aus, damit diese dem Schutz von Kleinwalen nicht zustimmt?

Die von der Delphinarienindustrie durchgeführten Wildfänge von Delphinen gefährden Delphinpopulationen und die Arterhaltung. Im Jahre 2004, liess Spanien den ersten Import von Orcas in die EU seit 1994 zu. Obwohl die Importgenehmigung für Zuchtzwecke im Sinne der Arterhaltung erteilt wurde, sind die Tiere letztlich einfach nur Teil einer Show und müssen zu Discomusik Kunststücke vorführen.

In Delphinarien ist Inzucht sehr verbreitet. Nebst der künstlichen Befruchtung zu junger Weibchen werden oft verwandte Tiere miteinander gekreuzt, was zu Gesundheitsproblemen führen kann. Zudem wird dadurch die genetische Vielfalt, die für eine Arterhaltung notwendig ist, reduziert.

Angriffe

Wale und Delphine sind Wildtiere. Der konstante Konflikt zwischen ihren natürlichen Instinkten und den unnatürlichen Lebensbedingungen in Gefangenschaft können zu Aggressionen und Angriffen auf Menschen führen.

Angriffe wild lebender Delphine auf Menschen sind selten und enden normalerweise ohne Verletzungen, da die Tiere uns nicht als Beute wahrnehmen. Bei den wenigen Ereignissen, wo es zu ernsthaften Angriffen von Delphinen auf Menschen kam, wurden die Tiere gestört und belästigt oder es wurde versucht, mit ihnen direkt zu interagieren.

Angriffe von gefangenen Delphinen auf Menschen sind jedoch zahlreich. 2010 tötete ein Orca seine Trainerin in Orlando (USA). Im Loro Parque auf Teneriffa wurde ebenfalls ein Trainer getötet. Im Oceanographic in Valencia attackierte ein Delphin seinen Pfleger im Gesicht. Diese Beispiele zeigen, dass die Tiere gestresst sind und deshalb aggressiv reagieren – ganz im Gegensatz zu dem, was ihr irreführendes Lächeln vermitteln mag.

Kritik

Es ist interessant, dass einige der Hauptkritiker der Haltung von Delphinen in Gefangenschaft Menschen sind, die in der Vergangenheit in der Delphinarienindustrie gearbeitet haben.

Richard O´Barry, ehemaliger Trainer der Delphine in der populären Fernsehserie Flipper, widmet sein Leben seit Jahren dem Kampf gegen Delphinarien durch das Dolphin Project. Albert Lopez, ehemaliger Cheftrainer der Meeressäuger im Zoo von Barcelona, ehemaliger Leiter des italienischen Oltremare Delphinariums, und ehemaliger Berater des Aquariums von Genua sagt offen, dass es Delphinen in Delphinarien schlecht geht und dass sie in Shows nur mitmachen weil sie hungrig sind. Ebenso widerspricht er der Behauptung der Delphinarienbetreiber, dass ihre Anlagen der Arterhaltung und der Umweltbildung dienen.

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Schwimmen mit Delphinen

Obwohl sich ein wild lebender Delphin selten Menschen annähert, sind Hunderte von ihnen jährlich gezwungen mit Zehntausenden Menschen zu schwimmen. Diese Schwimmprogramme sind ein zusätzlicher Stressfaktor für die Tiere, deren Wohlbefinden und Gesundheit bereits durch die Lebensbedingungen in Gefangenschaft beeinträchtigt sind.

Delphine sind stark, temperamentvoll und - gerade weil sie Wildtiere sind - unberechenbar. Sie sind gross, schwer und ihre Kraft kann jene eines Athleten um das Siebenfache übersteigen. In den Schwimmprogrammen werden oft junge Weibchen eingesetzt, da ihr Verhalten leichter zu beeinflussen ist. Männliche Tiere hingegen neigen unter gewissen Umständen und Jahreszeiten eher zu Aggressivität und Paarungsverhalten. Da sich Delphine Männern gegenüber unterwürfiger zeigen, sind vor allem Frauen und Kinder diesen Verhaltensweisen ausgesetzt. Bei junge Frauen besteht ein erhöhtes Risiko, dass sie durch aggressives und sexuell motiviertes Verhalten seitens der Delphine in Bedrängnis geraten.

Delphine sind wilde Meeressäugetiere, mit eigenem Verhaltensmuster und sozialem Gebaren. Sie spielen und paaren sich auf andere Weise als Menschen und in manchen Situationen kann für die Tiere übliches Verhalten für Menschen jedoch gefährlich werden.

Delphine sind sehr bewegliche Tiere, haben eine präzise Wahrnehmung und ihre Bewegungen unter Wasser sind so exakt aufeinander abgestimmt, dass sie den Bewegungen von Menschen leicht ausweichen können. Deshalb ist es auch kein Versehen, wenn Zusammenstösse zwischen Delphinen und Schwimmern auftreten oder Menschen Kratzer von Delphinen davontragen. Schwimmer können beim Zusammentreffen mit Delphinen verletzt werden und Muskelzerrungen, verletzte Organe, innere Blutungen, offene Wunden, gebrochene Knochen und Schock erleiden.

Wenn Schwimmer nervös werden, können das Delphine spüren. Die Tiere reagieren darauf mit Unruhe und Aggressivität.

Beim Schwimmen mit Delphinen besteht auch ein erhöhtes Risiko der Übertragung von Krankheitserregern zwischen Mensch und Tier, Es wird angenommen, dass bakterielle und virale Krankheiten wie z.B. Atemwegsinfektionen übertragen werden können. Viele Krankheiten werden über Schnittverletzungen, Schürfungen und speziell durch Bisse übertragen.

Menschen, die an Schwimmprogrammen mit Delphinen teilnehmen, werden nicht über die bestehenden Risiken informiert. Oft muss gar ein Dokument unterzeichnet werden, das den Betreiber des Schwimmprogramms von jeglicher Verantwortung entbindet, falls Unfälle auftreten sollten.

Auch die Delphine können auf vielfältige Weise Schaden davontragen: durch Verschlucken von Gegenständen, die in ihr Becken fallen (Schlüssel, Bademützen, etc.); durch Stress, da sie sich vor den Schwimmern nicht zurückziehen können; durch absichtliche oder versehentliche Belästigung durch die Schwimmer wie z.B. ziehen an der Rückenflosse, hinterherjagen, berühren der Augen oder des Blasloches etc.

Einige Studien zeigen, dass die Lautäusserungen von Delphinen vor und während den Schwimmprogrammen lauter werden. Dieses Verhalten wird als Hinweis auf Stress gewertet, der sich nicht nur während sondern bereits im Wissen um ein bald beginnendes Schwimmprogramm äussert.

Delphintherapie

Delphinarien schlagen Profit aus dem irreführenden Angebot, mit Delphinen zu interagieren und dadurch etwas für die Gesundheit zu tun. Menschen auf der Suche nach Hilfe werden durch die so genannte „Wunderheilung“ durch die tiergestützte Therapie mit Delphinen (Delphintherapie) angeworben. Nicht selten führen diese Programme zu Enttäuschung und Verschwendung von Geld.

Nicht nur Tierschutzorganisationen sondern auch angesehene Forscher, Biologen, Delphintrainer, Mediziner, Physiotherapeuten und Psychologen stehen der Delphintherapie kritisch gegenüber und äussern Bedenken bezüglich der mit dieser Methode verbundenen Risiken.

Es scheint, dass Delphine die Begabung haben, Menschen mit besonderen Bedürfnissen differenzierter und sorgfältiger zu begegnen. Die Bewegungen und Reaktionen von Menschen mit geistigen Beschwerden können jedoch unkontrolliert sein und ein Tier ungewollt treffen. Die Reaktion der Delphine darauf kann aggressiv sein oder in ein grobes und stürmisches Ausweichmanöver umschlagen.

Die Delphintherapie führt gemäss Aussagen der Betreiber zu erhöhter Konzentrationsfähigkeit, kompletter Entspannung der Muskeln, was die Physiotherapie erleichtert, erhöhter Ausschüttung von Endorphinen und verbessertem Schlaf. Es gibt jedoch bislang keinen wissenschaftlich stichhaltigen Nachweis dafür, dass die Delphintherapie zu besseren therapeutischen Erfolgen führt als eine tiergestützte Therapie mit domestizierten Tieren (z.B. Hunde, Katzen, Pferde, Hoftiere). Tiergestützte Therapien mit domestizierten Tieren wurden bereits in kontrollierten Programmen eingesetzt, welche der positiven Verstärkung und Erhöhung des Selbstwertgefühls bei Kindern mit psychischen oder physischen Beschwerden dienen und es wurden vergleichbare oder bessere Resultate erreicht.

Betsy Smith, Mitbegründerin der Delphintherapie kam vor einigen Jahren zum Schluss, dass das physische und psychische Wohlbefinden der Delphine in Gefangenschaft stark leidet und die Betreiber der Delphintherapie die Tiere aus Profitgier ausbeuten. Sie fügte weiter an, dass es nicht als Therapie gelten kann, wenn ein Kind einfach “eine gute Zeit” hatte.

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